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Trump behauptet, Apple-Intel-Vereinbarung für Chips in den USA, und Intel-Aktien steigen um 10,5%

Vista aérea de uma fábrica de semicondutores no Meio-Oeste americano ao final da tarde, três bandeiras dos EUA no portão e um sedã preto estacionado perto da placa Intel Foundry.

Ein Beitrag auf Truth Social des Präsidenten besagt, dass Apple zugestimmt hat, mit Intel an in den USA hergestellten Chips zu arbeiten. Weder Apple noch Intel bestätigen dies. Die Intel-Aktien erreichen Rekordwerte.

Donald Trump veröffentlichte am 18. Juni auf Truth Social, dass „Apple zugestimmt hat, mit Intel zusammenzuarbeiten, um seine Chips in Amerika zu entwerfen und zu bauen“. Innerhalb von Sekunden schoss die Intel-Aktie in die Höhe: Sie eröffnete den Handel mit einer Erhöhung von über 10,5 %, erreichte 133,82 USD und berührte während des Tages ein historisches Hoch von 135,48 USD, laut Kursen, die von CNBC zusammengestellt wurden. Der Philadelphia Semiconductor Index stieg um 6,3 % auf ein Rekordhoch, der S&P 500 gewann 1 % und der Nasdaq 100 schloss mit einem Plus von 2,3 %.


Intel hat jetzt einen Wert von rund 672 Milliarden USD, mit einer Wertsteigerung von über 250 % bis 2026. Apple und Intel haben jedoch den Vertrag nicht bestätigt. Intel erklärte, dass man "nicht über einen potenziellen Vertrag zwischen Apple und Intel spekulieren" wolle. Apple reagierte bis zum Abschluss dieses Artikels nicht auf Anfragen zur Stellungnahme.


Die Geschichte vor dem Tweet


Das Wall Street Journal berichtete im Mai über einen vorläufigen Entwurf einer Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen, nach mehr als einem Jahr Gesprächen. Der damals beschriebene Umfang war spezifisch: Intel würde ältere oder niedrigere Apple-Prozessoren produzieren, möglicherweise M-Serie-Chips, die für das iPad Pro und das MacBook Air bestimmt sind. Der iPhone 18 Pro Max würde laut diesem Bericht nicht in die Reichweite der Intel-Fabrik fallen.


Was sich am 18. Juni änderte, war die Form der Erklärung, nicht der Inhalt. Trump verlieh der Vereinbarung durch einen sozialen Online-Post einen präsidialen Stempel, ohne Details zu Zeitrahmen, Volumen oder Herstellungsfräge zu nennen. Intel befindet sich mitten im Bundesprogramm Chips Act, erhielt im August 2025 eine Beteiligung von 11,1 Milliarden USD von der US-Regierung und hat Ankerkunden wie Microsoft und Amazon, die im 18A-Projekt vertraglich gebunden sind, dem Knoten, der gegen das N2 von TSMC antreten soll. Apple auf die Liste der "Kunden" zu setzen, bevor die offiziellen PR der Unternehmen veröffentlicht werden, ist ein berechneter politischer Schachzug, kein festgeschlossener Fakt.


Was das C-Level vor den Unternehmensankündigungen beachten sollte


Für einen CIO in Brasilien, Mexiko, Polen oder Indien hat die Nachricht drei Lesarten. In der ersten, der Lieferkette für Unternehmens-PCs und Tablets, ändert sich nichts: Maschinen mit Apple-Chips für die Exekutive werden weiterhin in Taiwan in der aktuellen Lieferkette produziert. In der zweiten, der strategischen, wird die These klarer: Die Intel Foundry hat eine Erzählung, die über die Fabriken in Ohio und Arizona hinausgeht; ein Premium-Kunde auf der Liste ist für jeden Lieferanten von Interesse, der ab 2027 mit Intel über Kapazitäten verhandelt.


Im dritten Bereich, dem Risikomanagement, ist das Signal Vorsicht. Intel hat das Knoten 18A in der kommerziellen Produktion noch nicht in größeren Mengen geliefert. Apple, bekannt dafür, eine Yield von über 90 % zu verlangen, bevor Chips verschoben werden, ist noch nie aus politischen Gründen zu einem anderen Lieferanten gewechselt. Sollte sich der vorläufige Bericht des WSJ bewahrheiten, wird es jahrelang ungenau sein, von "Chips für das iPhone in Amerika herstellen" zu sprechen. Die Wirkung von heute ist ein Rallye, die auf Schlagzeilen basiert, nicht auf einem vertraglich vereinbarten Volumen.


Warum Brasilien und Deutschland in die Rechnung einfließen


Für Brasília, mit dem in Kraft befindlichen Lei do Bem und dem Programm des MDIC für die nationale Halbleiterkette, ist der Vorfall eine Erinnerung daran, wie abhängig das endgültige Design der globalen Kette von der amerikanischen Geopolitik ist. Für Berlin, das Intel milliardenschwere Subventionen für die Fabrik in Magdeburg gewährt, ist der Erfolg des amerikanischen Unternehmens ein direkter Input für die europäische Machbarkeit. Ein präsidialer Stempel in sozialen Medien ändert keines der beiden Kalkulationen, dient jedoch als Thermometer dafür, wie bereit Washington ist, Intel als Instrument der Industriepolitik zu nutzen.


Die verbleibende Frage für die nächste Quartalskonferenz von Intel, die für Ende Juli geplant ist, lautet, ob der CEO des Unternehmens die Volumina von Apple detaillieren wird oder ob er die Rede vom "kontinuierlichen Engagement" beibehalten wird, die mit dem öffentlichen Schweigen der beiden Unternehmen heute übereinstimmt.

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