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Samsung und SK Hynix versprechen 648 Milliarden US-Dollar für Chips und KI in Südkorea

Trabalhadores de cleanroom diante de plantas arquitetônicas com guindastes ao fundo em uma fábrica de semicondutores em construção no sudoeste da Coreia do Sul

Die Samsung Group hat einen zehnjährigen Plan von 1000 Billionen Won für Halbleiter, KI-Rechenzentren und Fabriken im Südwesten Südkoreas veröffentlicht, das größte Investitionsengagement in der Geschichte der südkoreanischen Unternehmenslandschaft.

Die Samsung Group hat einen zehnjährigen Investitionsplan von 1000 Billionen Won (648 Milliarden US-Dollar) in Südkorea vorgestellt, das größte Kapitalengagement eines südkoreanischen Unternehmens in der Geschichte des Landes. Die Formalisierung wird auf der Konferenz "Korea Great Leap" erfolgen, die von Präsident Lee Jae Myung für Montag, den 29. Juni, einberufen wurde. Laut Berichten, die am 25. Juni von Reuters und am 26. Juni von Digitimes bestätigt wurden, umfasst der Plan Halbleiter, KI-Rechenzentren, Batterien und Displays, wobei ein Teil von 300 Billionen Won (ungefähr 195 Milliarden US-Dollar) für neue Chipfabriken im Südwesten des Landes vorgesehen ist. Auch SK Hynix wird auf derselben Konferenz eigene Investitionspläne vorstellen.


Um zu verdeutlichen: Der amerikanische Chip- und Wissenschaftsplan, das größte Bundesprogramm zur Subventionierung der Halbleiterindustrie in den USA, stellt 52 Milliarden US-Dollar bereit. Das Gesamtengagement der Samsung Group entspricht etwa dem Zwölffachen dieses Betrags, obwohl es auch Sektoren außerhalb von Chips umfasst und über einen Zeitraum von zehn Jahren läuft.


Warum der Südwesten und nicht der historische Cluster von Suwon


Die Konzentration von 300 Billionen Won in Gwangju und im Südwesten Südkoreas ist nicht nur eine industrielle Entscheidung. Sie spiegelt die umverteilende Agenda von Präsident Lee Jae Myung wider, der die wirtschaftliche Dezentralisierung außerhalb von Groß-Seoul zu einer erklärten politischen Priorität macht. Die Opposition, die People Power Party, hat bereits erklärt, dass "der Ort, an dem Halbleiterfabriken gebaut werden, von den Unternehmen und nicht vom Präsidenten entschieden werden sollte", was signalisiert, dass die Umsetzung von politischer Kontinuität abhängt, die heute nicht garantiert ist.


Für Führungskräfte in der Lieferkette ist das operationell wichtig: Eine Fabrik in der südwestlichen Region hat einen weniger ausgereiften Bauzeitplan und logistische Infrastruktur als eine Expansion im Cluster von Suwon-Pyeongtaek, wo Samsung die größte Produktionskapazität für Speicher eines einzelnen Unternehmens weltweit konzentriert.


Taiwan, Japan, USA: Das Rennen bleibt offen


Samsung konkurriert direkt mit TSMC, einem taiwanesischen Unternehmen, das fortschrittliche Logikchips für Apple, Nvidia und AMD herstellt. TSMC hat im Februar 2024 seine erste Fabrik außerhalb Taiwans in Kumamoto, Japan, mit Unterstützung der japanischen Regierung eröffnet und betreibt einen Komplex in Phoenix, Arizona, der von dem amerikanischen CHIPS Act profitiert. SK Hynix hingegen baut einen Komplex im Wert von 3,87 Milliarden US-Dollar in West Lafayette, Indiana, um HBM (High Bandwidth Memory) herzustellen, das kritische Bauteil für KI-Beschleuniger wie den H100 und H200 von Nvidia.


Was der Plan von Samsung zu diesem Szenario hinzufügt, ist nicht nur Volumen: Es ist zusätzlicher Druck auf TSMC im Bereich fortschrittlicher Logikfertigung (3nm und 2nm) und die Ausweitung der südkoreanischen Führung im Bereich Hochgeschwindigkeitsspeicher. Wenn der Bauzeitplan eingehalten wird, sollte mehr verfügbare Kapazität ab 2028 in eine gewisse Preismäßigung bei Beschleunigern übersetzt werden, was den Hyperscalern und in der Folge den Cloud-Preisen von AWS, Google und Azure zugutekommen sollte.


Das Risiko der Konzentration, das der Plan nicht löst


Für CIOs, die KI-Hardware für Unternehmensrechenzentren spezifizieren, deutet der Plan von Samsung auf zwei gleichzeitige Bewegungen hin: einen allmählichen Rückgang der Kosten für Beschleuniger zwischen 2027 und 2028 und eine Vertiefung der geografischen Konzentration der KI-Chip-Lieferkette in einem einzigen Land.


Südkorea hält bereits den größten Teil der weltweiten HBM-Produktion. Eine weitere Expansion von Samsung und SK Hynix in diesem Bereich, kombiniert mit dem Plan zur logischen Fertigung im Südwesten, konsolidiert Südkorea als zentrale Drehscheibe der KI-Lieferkette, was einerseits Effizienzgewinne bringt, andererseits jedoch systemische Verwundbarkeit schafft. Für Unternehmensklienten und Beratungsfirmen, die Entscheidungen über IT-Architekturen beraten, ist der Plan von Samsung positiv hinsichtlich Preis und Fristen, jedoch problematisch für die Resilienz der Versorgung.


Indien, das aktiv Samsung und TSMC umwirbt, um Fabriken im eigenen Land im Rahmen seiner "India Semiconductor Mission" zu errichten, interpretiert die Ankündigung vom 29. Juni als Zeichen dafür, dass das koreanische industrielle Kapital Südkorea priorisieren wird. Das sich bildende Muster deutet nicht auf eine globale Diversifizierung der Halbleiterketten hin: Es ist eine Beschleunigung der Konzentration in rivalisierenden nationalen Clustern, wo die meisten Schwellenländer, einschließlich Brasilien, als Bedarfsnehmer von Bedingungen agieren, nicht als Teilnehmer an den Entscheidungen.

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