Google's 15 Billion Dollar Data Center in Andhra Pradesh Collides with Water Scarcity

A Reuters report on August 6 exposes lawsuits against Google's largest AI infrastructure project outside the United States. A hearing scheduled for August 24 could delay a timeline that is already sparking political disputes in Visakhapatnam.
Die Reuters berichtete am Mittwoch, dem 6. August, dass das 15-Milliarden-Dollar-Datenzentrum von Google in Visakhapatnam, im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh, Ziel von Klagen geworden ist, die die größte Infrastruktur-Wette des Unternehmens außerhalb der Vereinigten Staaten verzögern könnten. Die Ausgrabungen und die Terrassierung des angrenzenden Hügels gehen in schnellem Tempo voran, während das Oberste Gericht des Bundesstaates eine neue Anhörung für den 24. August ansetzt.
Das Projekt wird in Partnerschaft mit der Adani-Gruppe des indischen Milliardärs Gautam Adani durchgeführt, und die lokale Regierung verspricht bis zu 188.000 Arbeitsplätze über das Jahrzehnt. Visakhapatnam, eine Hafenstadt mit 2,5 Millionen Einwohnern, erhält heutzutage 410 Millionen Liter Wasser pro Tag bei einer Nachfrage von 480 Millionen, was bedeutet, dass sie bereits in einem chronischen Wassermangel operiert und Randgebiete einem Rotationssystem unterworfen sind. Das Gelände liegt 860 Meter vom Kambalakonda-Wildschutzgebiet entfernt, dem Lebensraum von Leoparden und Pangolinen.
Die Umweltkritik erhielt im Juli bei einem Marsch Aufmerksamkeit, bei dem Demonstranten Banner mit der Aufschrift "man trinkt kein DATA" und Plakate mit dem gefesselten Google-Logo hielten. Die von Anwohnern eingereichte Petition für das öffentliche Interesse behauptet, dass die Staatsregierung die vollständige Studie zur Wasserwirkung ausgesetzt hat. Das Büro des Ministerpräsidenten von Andhra Pradesh, Chandrababu Naidu, einem engen Verbündeten von Narendra Modi, antwortete schriftlich, dass "kein Tropfen Wasser, der für landwirtschaftliche oder Wohnnutzung bestimmt ist, für die Datenzentren abgezweigt wird".
Das sich wiederholende Muster auf drei Kontinenten
Der Fall ist kein Einzelfall. In Irland, wo Datenzentren bereits 21% des nationalen Stromverbrauchs ausmachen, so das Central Statistics Office von Dublin, verhängte EirGrid 2022 de facto ein Moratorium für neue Datenzentrum-Verbindungen in der Metropolregion der Hauptstadt, das weiterhin in Kraft ist. Google und Microsoft haben seitdem drei kombinierte Projekte gestoppt. In Chile wurde ein Datenzentrum-Projekt von Google in Cerrillos, in der Metropolregion Santiago, zwei Jahre lang zurückgehalten, bis das Unternehmen einen Luftkühlungsplan anstelle von Trinkwasser vorlegte, der im November des letzten Jahres genehmigt wurde.
Dieses globale Muster schafft ein Dilemma für die Branche. Der Wettlauf um die Kapazität zur Schulung von Modellen führt Entscheidungen in Regionen mit billigem Strom und technischem Fachpersonal im Softwarebereich, genau in die Regionen, die bereits unter Wasserstress leiden. "Der Engpass der KI ist nicht mehr das Silizium. Es sind Megawatt und Liter pro Sekunde", sagte Alistair Speirs, Senior Infrastructure Manager von Google Cloud, in einer Podiumsdiskussion auf der Reuters Next-Konferenz im Mai.
Das Gegenargument verdient ebenfalls eine Prüfung
Die Auffassung, dass jedes neue Datenzentrum in einem Schwellenland unhaltbar ist, ignoriert Zahlen. Der globale Durchschnitt für PUE, ein Indikator für die Energieeffizienz eines Datenzentrums, ist von 2,5 im Jahr 2007 auf 1,56 im Jahr 2024 gefallen, so der jährliche Bericht des Uptime Institute. Die neue Generation der direkten Flüssigkeitskühlung für Chips senkt die Zahl auf nahezu 1,1. Die vom Google bei der Umweltbehörde von Andhra Pradesh eingereichte technische Erinnerung sieht eine geschlossene Kühlungsschleife und die Wiederverwendung von Regenwasser vor, was die Nettoaufnahme um etwa 80% im Vergleich zu einem traditionellen Design mit Verdunstungsturm reduzieren würde.
Die lokale Wirtschaft hat ebenfalls einen Gegenwert. Andhra Pradesh exportiert Softwaretalente nach Bangalore und Hyderabad, absorbiert jedoch nur wenig Festinvestitionen, und das Projekt von Google ist heute die größte jemals im Bundesstaat angekündigte ausländische Investition. Für die Regierung Naidu würde ein Rückzug bedeuten, die Position an Tamil Nadu abzugeben, das mit Andhra um die nächste Welle des asiatischen Nearshoring konkurriert.
Was der CIO im Auge behalten muss
Wer in Lateinamerika, Südostasien oder Mitteleuropa auf Google Cloud angewiesen ist, muss drei Variablen überwachen. Erstens, den Zeitplan für die Energieversorgung: Das erste Gigawatt in Visakhapatnam war für das vierte Quartal 2027 geplant, und jedes Quartal der Verzögerung ändert die Stückkosten für die Inferenz von Gemini für Geschäftskunden in Asien und Europa. Zweitens, den rechtlichen Präzedenzfall: Sollte das indische Gericht eine neue Lizenzierung anordnen, müssten Microsoft und Meta ihre Pläne in Pune, Mumbai und Chennai überarbeiten. Drittens, die Adani: Eine nachteilige Entscheidung könnte die Diskussion über die regulatorischen Risiken der Gruppe zwei Jahre nach dem Hindenburg-Bericht wieder aufrollen.
Der größte Schock liegt jedoch nicht in Visakhapatnam, sondern darin, dass die neue Generation von Capex in der KI Konflikte schafft, die die Ära der Cloud nicht kannte. Datenzentren sind zu einem zentralen Umweltanliegen geworden, auf derselben Ebene, auf der einst Häfen und Raffinerien in den 2000er Jahren standen.